Wallhöfener Schützenverein e. V.
-Heino Wrieden-
Ostestr. 43, 21727 Estorf-Gräpel
Tel.: 0152 57004130
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Königshaus 2026
Für den neuen König geht es mit der Schubkarre zum Schützenhaus
Startklar und schießbereit war der Schützenverein Wallhöfen von 1913 am vergangenen Wochenende. Dabei ging es am späten Sonntagnachmittag bei ihm wieder einmal um die Frage: „Wer werden die neuen Majestäten?“ Die Antworten hätten sich aber hingezogen, sagte Sportleiter Dennis Walz. Er ist auch für das Anfertigen des Holzadlers, der vier Rümpfe und des Katers für das Katerschießen am Montag zuständig. „Dafür haben wir zu dritt um die drei Stunden gebraucht“, so der Sportleiter.
Die vier Rümpfe knöpften sich die Wallhöfener vor, um Hauptkönig und Hauptkönigin, Vizekönig und Vizekönigin zu ermitteln. Parallel schossen die Frauen und Männer ihren Hauptkönig und ihre Hauptkönigin aus. Um 18.01 Uhr setzte Judith Bernhard den finalen Schuss. Der Rumpf fiel. Fünf Minuten später waren die Männer so weit. Um 18.06 Uhr erwies sich Ehrenvorsitzender Nils Grotjohann als am treffsichersten und ließ den Rumpf fallen. Günter Barkowski als Vizekönig und Hannelore Grotjohann als Vizekönigin gehören nun zu den Majestäten von Wallhöfen.
Holzadler aus 19 Teilen
Schon am Samstag hatte der Verein das Schießen am frühen Nachmittag begonnen. Dazu nahm er den Holzadler mit seinen 19 Teilen ins Visier. Am Sonntag nahmen die Schützen zuletzt noch Schweif und Hals aufs Korn. Zum Einsatz kommt dabei auf zehn Meter ein Luftgewehr. Die Glücksscheibe in 50 Meter Entfernung mit Kleinkaliber (KK) stand ab Samstag auf dem Programm. Weiter wurden Preise auf Scheibe mit KK auf 50 und 100 Meter ausgeschossen. Es gab Gutscheine, eine Heißluftfritteuse, einen Werkzeugkoffer und mehr zu gewinnen.
Mit im Boot war einschließlich des Umzugs am Sonntag auch Samtgemeindebürgermeister Gerd Brauns. „Es war warm, sehr warm“, sagte er. Aber eigentlich sei es beim Wallhöfener Schützenfest in der Vergangenheit immer warm gewesen, ist seine Erfahrung. „Das ist der Verein, der mir wegen der Wohnnähe geografisch am nächsten ist“, sagte Brauns lächelnd. Darüber hinaus sei er eben von Amts wegen beziehungsweise als Mitglied des Hamberger Schützenvereins bei den befreundeten Wallhöfenern dabei. „Zu Freunden hält man Kontakt.“ Das versicherten auch Gaby und Rainer Gerdes vom Hamberger Schützenverein.
Ex-König holt Nachfolger ab
Neben der Abordnung der Hamberger zeigten beim Festumzug die Vollersoder und die Wulsdorfer ebenfalls ihre Verbundenheit. Der Musikverein Schweiburg von 1978, in schwarze Hosen und rote Jacken gewandet, führte den Umzug an. Die Musiker sorgten mit fescher Marschmusik für Tempo und Lauflaune.
Vorbehalten blieb es Reinhard Bonaker als Ex-König, am Montagnachmittag nach altem Brauch die neue Majestät Nils Grotjohann mit einer Schubkarre über die Straße Am Waldstadion zum Schützenhaus zu fahren. Im Rückblick auf sein Königsjahr 2025/2026 verwies er darauf, dass er mit seiner Königin Sieglinde Bonaker Anfang Mai eine Radtour organisiert und dazu eingeladen hatte. „Die haben wir im Schützenhaus bei Kartoffelsalat und Würstchen abgeschlossen.“ Das Vizekönigspaar hätte vier Wochen später genauso zu einer Fahrradtour eingeladen.
Sportleiter Walz tritt auch in der Adventszeit in Aktion. „Da geht es um das Weihnachtsschießen. Es muss dazu ein Tannenbaum aus Holz mit Lichtern und Kugeln gesägt werden.“ Walz ist nach eigener Aussage über das sogenannte Field-Target-Schießen, eine Jagdsimulation, zu dem Verein gestoßen. „Das ist sehr anspruchsvoll und herausfordernd“, so der 44-Jährige. Das Field-Target-Schießen würde besonders junge Menschen ansprechen, hat er beobachtet.
Quelle: Osterholzer Kreisblatt
Königshaus 2025